SPD und LINKE blockieren Bonn – eine Polemik

Wahljahr 2017 – Zeit, sich Gedanken um die Profilierung der eigenen Partei zu machen. Doch wie könnte die versammelte Linke Bonns Profil zeigen, wenn man sich ausgeschlossen von den entscheidenden Gremien in der Oppostion befindet?

Opposition ohne Grenzen – auf der Strecke bleibt der Anstand

Dinner am Frankenbad
Gemeinschaft in der Altstadt – das Frankenbad als Treffpunkt, nicht als Spielball der Politik

Diese Frage zu beantworten ist einfach. Man bedient sich erprobter populistischer Maßnahmen und entwickelt eine Strategie, wie sie die Hamas nicht besser hätte erfinden können.

Und so machen sich in Bonn SPD und Linke auf, die Bürgerinitiativen und Vereine Bonns in bisher nicht gekannter Art und Weise unterwandern zu wollen, um ihre Agenda im Sinne von alles lähmender Fundamental-Opposition im Kleid des “Bürgerwillens” zu manifestieren.

Blockade mittels Manipulierung von Bürgerinitiativen und Vereinen auf Kosten der Gemeinschaft – nur um Gestaltungswillen und Konsolidierung zu verhindern, damit die eigene, linke Position quasi “messianisch” als Erlösung aus einer, dem Bürger nicht zumutbaren, Situation als Allheilmittel präsentiert wird.

Das ist, angesichts des laufenden Wahljahres, ein Offenbarungseid der vereinten Linken, die sich subversiver populistischer Methoden bedient, um Argwohn, Zwietracht und Streit in unsere Mitte zu tragen.

In Gefahr – die multikulturelle Pluralität in Bonn

Auffallend dabei sind die stets fehlenden, konstruktiven Beiträge

Ob Viktoriacarrée, Kurfürstenbad, Kirschblütenfest oder Frankenbad. Zukunftsfähige Konzepte, Ideen und Visionen seitens der linken Opposition sind Mangelware. Stattdessen wird eine totale Blockade der bereits beschlossenen, oftmals auch von der Bonner SPD ehemals mitgetragenen Positionen, angestrebt, welche unsere Stadt unerträglich belastet.

Zeit, sich Gedanken zu machen über die solidarische Gemeinschaft, die zusammen konstruktiv, nicht destruktiv wirkt, um einem Verfall der Gesellschaft entgegen zu treten.

Mit anderen Worten – SPD und LINKE, wo ist euer Anstand?

 

Torsten

Geboren in Bonn und aufgewachsen in Bonn und Italien tingelte der Autor durch die Welt, lebte in Frankreich, Kanada, den Niederlanden, Köln und Berlin und kehrte 2003 mit viel Heimweh zurück in seine wunderschöne Heimatstadt. Inmitten einer großen Patchworkfamilie mit zwei wundervollen Kindern kümmert er sich um Meine-Altstadt-Bonn.de. Wenn er nicht skifahren ist...

12 Kommentare

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  • Was für ein seichter Artikel, da bleibt bei mir sogar die Aufregung aus.
    Obowhl ich per se kein Gegner der Kommerzialisierung des Kirchblütenfestes bin, ist es völlig offensichtlich, dass Herr Ulke hier seine privatwirtschaftlichen Interessen bedroht sieht und jezt unter dem Mäntelchen des Journalismus versucht einer wahlkampfprofilierungssüchtigen (außerparlamentarischen)Opposition in die Schuhe zu schieben.
    Die Bonner Kommunalpolitiker von SPD und Linke mit einer Terrororganisation zu vergleichen ist auch einfach nur noch billigste Stimmungsmache.
    Im übrigen setzen sich SPD und Linke in der Altstadt nicht nur in Wahlkampfzeiten (die es auf kommunaler Ebene aktuell übrigens auch garnicht gibt) für einen Erhalt der städtischen Infrastruktur in den Quartieren und einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und Interessen der BürgerInnen ein – vielleicht ist das Herrn Ulke bei all den Planungsarbeiten rund um das Kirschblütenfest entgangen.

  • Diese Diskussion ist längst überfällig.
    Vielen Dank für die mutige und gute Analyse parteipolitischer Einflussnahmen auf die engagierte Bürgerschaft. Das, was hier beschrieben wird, entspricht voll auch meinen Erfahrungen.

    Ich empfehle David Sommer sich bei David Winter, dem Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins Bonn-Mitte kundig zu machen.

    Gerne schildere ich hier meine als engagierte Bürgerin gesammelten Erfahrungen, wenn Ihr einverstanden seid. Titel: Neues aus dem Ratssaal

    Wie kommt dieses beschriebene Phänomen zustande?
    Warum streitet David Sommer postfaktisch und in dieser Tonlage ab, was David Winter weiß?

    Warum reicht den oben abgebildeten Ratsherren der Ratssaal als Bühne für den kommunalpolitischen Diskurs nicht aus?

    Warum schlüpfen sie in die Rolle des angeblichen Normalbürgers und Vereinsmitglieds, um ihre Ziele durchzusetzen?

    Warum versuchen SPD und Linke als Vereinsmitglieder Bürgerproteste zu mobilisieren und die Stadtgesellschaft zu spalten statt einen stadtgesellschaftlichen Konsens herbeizuführen?

    Warum schwindet der Respekt vor dem mündigen Bürger?

    Darüber sollten wir diskutieren. Es ist höchste Zeit.

  • Den Worten in dem Artikel folgen leider keine Erklärungen. Wer hat im Rat die Mehrheit? Jamaika? Wie können dann SPD und Linke gemeinsam irgendetwas in Bonn entscheiden. Und wenn dann auch noch die Hamas ins Spiel gebracht wird fällt mir nur noch wenig ein. DIcker Toback nichts konkretes.

  • Seltsam, seltsam…….David Sommer nutzt das Foto des SPD- Ortsvereinsvorstands David Winter, ohne das dieser widerspricht.

    Statt der miesen Stimmungsmache gegen den Autor würde ich mir ein offizielles Statement der SPD wünschen. Ich erwarte eine Stellungnahme von David Winter zu dem Kommentar von David Sommer.

    Fairness und Faktentreue wünsche ich mir als Bürgerin sowohl in der parteipolitischen Auseinandersetzung als auch im Umgang mit dem kritischen mündigen Bürger.

  • hallo zusammen. ich bin der linke, der beiden da oben abgebildeten personen, also der von den LINKEN.
    ich möchte auch einen kleinen beitrag zu dieser humorvollen diskussion leisten.
    hildegard kinzel beschwert sich ja darüber, dass politiker in bürgerinitiativen mitmachen und stellt die frage, ob uns der stadtrat als plattform nicht reicht. weiter fragt sie, warum wir “in die rolle des normalbürgers schlüpfen” um in initiativen unsere ziele durch zu setzen.
    gerne antworte ich darauf.
    kommunalpolitiker sind normalbürger (das kann man positiv wie negativ sehen)
    ich war schon mitglied, unter anderen in der altstadtinitiative, lange bevor ich auch nur dran dachte, mal im rat zu sitzen.
    ich betrachte die kombination von initiativen-/stadtteilarbeit und ratsarbeit als notwendige kombination.
    wer seinen hintern nur im stadtrat platt sitzt, hat von der situation auf der straße keine ahnung.
    interessant ist aber vor allem: frau kinzel hat gar nichts gegen politiker in bürgerinitiativen – solange es IHRE initiativen sind – und die politiker IHRER meinung sind.
    ich war gemeinsam mit frau kienzel gründungsmitglied der “frankenbadfreunde” um das frankenbad für das schwimmen in der nordstadt zu erhalten. da war ich gern gesehener freund. als kienzel zur frankenbadfeindin mutierte und das ziel “schwimmen in der nordstadt” aufgab, habe ich den verein verlassen. erst dann wurde ich der feind.
    jürgen repschläger

    • Zu den Fakten:
      Von einer Mutation von Frau Kienzel oder anderer Frankenbadfreunde kann schwerlich die Rede sein, denn die Schwimmnutzung war bei der Gründungsversammlung explizit nicht Teil der Satzung (siehe § 2 Zweck, Gemeinnützigkeit des Vereins), die aber trotzdem von Herrn Repschäger am 08.09.2016 bei der Gründungsversammlung unterschrieben wurde.

      Was aber gar nicht sooo schlimm ist: Denn wenn Herr Repschläger erst nach Unterschrift feststellt, dass die Ziele des Vereins gar nicht mit seinen oder denen seiner Partei übereinstimmen, kann er diesen wieder verlassen, was er inzwischen auch getan hat. Ende der Geschichte und gut ist. Eigentlich! Aber wieso das Nachtreten? Warum Behauptungen wie diese, die Frankenbadfreunde seien Heuchler, weil wer nicht auch für die Schwimmnutzung sei, sondern nur für Erhalt und Nutzung von Gebäude und Platz für die Allgemeinheit, der sei gar kein Frankenbadfreund, sondern ein Etikettenschwindler? Warum Äußerungen wie “ohne Schwimmnutzung können Bad und Platz auch verkauft werden”. Eben nicht! Auch wenn die Schwimmnutzung wegfällt, müssen Gebäude und Platz erhalten bleiben! Wir brauchen keinen Baumarkt (Vorschlag der FDP vor ein paar Jahren im Brückenforum), oder eine Wohnverdichtung anstelle des Frankenplatzes! Wenn der Platz wegfällt, hat die Altstadt ein Problem! Und zwar wir alle, egal ob Linke, SPD, Deutscher, Ausländer, Anwohner, Besucher, Kirschblütenfestbefürworter oder -gegner.

      Hauptmerkmal einer lebenswerten demokratischen Gesellschaft ist es, dass sie bunt ist und nicht nur schwarz-weiß! Warum ist es aber vielen nicht mehr möglich, bunte Meinungsvielfalt auszuhalten und nur noch in schwarz-weiß zu agieren und zu reagieren? “Bist du nicht zu 100% für mich, bist du 100% gegen mich! Ende der Diskussion!” Was soll diese Denke und das Handeln danach? Gerade im politischen Spektrum ab der Mitte bis weit nach links erwarte ich mehr. Sehr betrüblich, wenn ein Dialog in diesem Spektrum nicht mehr möglich ist und nur noch per Beißreflex kommuniziert wird. Als hätten WIR ALLE nicht ganz andere Sorgen, gegen die es sich GEMEINSAM anzukämpfen lohnte! Also, bitte sucht mal wieder die Gemeinsamkeiten und nicht die Meinungsverschiedenheiten. Danke!

  • vielen dank an jost für den sachlichen ton und für den verzicht auf attacken, wie z.b. die unterstellung von hamas-methoden. richtig ist die darstellung der gründungsverammlung der “frankenbadfreunde” dennoch nicht. die schwimmnutzung stand in der tat nicht explizit im satzungsentwurf. frau kinzels begründung dafür war folgende: natürlich treten wir für die schwimmnutzung ein, wir können es aus vereinsrechtlichen gründen derzeit nur noch nicht in die satzung schreiben, weil dies die anerkennung der gemeinnützigkeit des vereins gefährdet, da niemand der vereinsgründerInnen im schwimmsport tätig ist. dies sei eine auskunft des finanzamtes. sobald der verein (z.b. über neue mitglieder) schwimmtätigkeiten nachweisen könne, würde die satzung geändet und das schwimmen nachgetragen.
    meine position war, das der verein nicht sofort die gemeinnützigkeit benötige. man könne erstmal als e.V. starten und die gemeinnützigkeit später beantragen. die tricksereien seien unnötig und würden die öffentlichkeit verunsichern. wenn man sich “freundinnen und freunde des frankenbades” nennt, erwecke dies die berechtigte assoziation, man wolle das SCHWIMMBAD erhalten. dies müsse sich auch audrücklich in der satzung niederschlagen. leider bekam meine position keine mehrheit.
    wenn die frankenbadfreunde lediglich anderer meinung wären als ich, dann wär das o.k.
    die suche nach einer und das engagement für eine nachnutzung ist vollkommen legitim.
    das ich die aufgabe des gebäudes als schwimmbad sport-, schwimm- und stadtentwicklungspolitisch für völlig falsch halte, steht auf einem anderen blatt.
    kritisieren tue ich die methoden des vereins als ganzes und die von frau kinzel und herrn ulke im besonderen:
    geheime vorstandssitzungen, keine protokolle, die aversion gegen demokratische mitgliederversammlungen, das säubern von kritischen vereinsmitgliedern aus dem e-mail-verteiler usw., usw.
    hervorzuheben sind auch die fake news des vereins, die als rundschreiben oder presseerklärungen verbreitet werden: z.b.
    wer sich für das kurfürstenbad einsetzt, gefährdet die sanierung des frankenbadgebäudes.
    wer das frankenbad als schwimmbad erhalten will, nimmt dem hardberg das geld für sein bad weg.
    hier wird gespalten und nicht gesamtstädtisch gedacht. hier werden die eigeninteressen an die erste stelle gesetzt.
    was hat das denn alles mit dem kirschblütenfest zu tun?
    ganz einfach: frau kinzel und herr ulke haben sich als DUO INFERNALE verbündet. frau kinzel will die “grande dame” des mackeviertels sein und expandiert jetzt in die altstadt. herr ulke will am kirschblütenfest verdienen und mittelfristig auch noch kohle als kulturmanager im trockenen frankenbad machen. die eine ist exorbitant eitel, der andere geld- und profilierungssüchtig. ein tolles paar.
    für sachliche auseinandersetzungen im stile von jost bin ich immer zu haben, nicht aber für ein solch destruktives vorgehen des duos.

    • Aber Herr Repschläger, Sie können sich doch nicht ernsthaft in ein und demselben Kommentar einerseits “für den sachlichen Ton und für den verzicht auf Attacken” bedanken und zum Schluss noch anmerken, dass Sie für sachliche Auseinandersetzungen immer zu haben seien, nicht aber für ein destruktives Vorgehen, und anderseits dann zwei Personen namentlich nennen und übel diffamieren. Wie passt denn das zusammen?

      Auch Stil und Wortwahl entbehren jeglicher Sachlichkeit: “geheime vorstandssitzungen, […] aversion gegen demokratische mitgliederversammlungen, das säubern von kritischen vereinsmitgliedern aus dem e-mail-verteiler usw., usw.” Welche Assoziationen möchten Sie denn hier wecken? Die an undemokratische Hinterzimmerpolitik? Stalinistische Säuberungen? Dunkle Mächte, die im Hintergrund die Strippen ziehen? Das ist reine Stimmungsmache auf Gefühlsebene, statt Sachorientierung! Ich dachte, genau diese populistischen Methoden werfen wir alle – so auch Sie(?) – aktuell AfD, Trump usw. vor?

      zu den Fakten:
      1.) Der Verein befindet sich nach wie vor in Gründung. Es haben schlichtweg noch nicht viele Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen stattgefunden, über die informiert und Protokoll geführt werden konnte.
      2.) Meines Wissens ist Herr Ulke gar nicht im Vorstand des Vereins und kann somit gar nicht an Vorstandssitzungen teilnehmen, auch nicht regelwidrig an “geheimen”, die es nicht gibt.
      3.) Der Verein hat eine Satzung mit Nennung von Ziel und Zweck, die jedes Mitglied ausgehändigt bekommt und jeder Interessent vorab einsehen kann; alles völlig transparent.

      Zuerst schreiben Sie: “wenn die frankenbadfreunde lediglich anderer meinung wären als ich, dann wär das o.k.”, weiter unten dann: “hervorzuheben sind auch die fake news des vereins”. Hier zeigt sich meiner Meinung nach erneut, dass Sie andere Meinungen und Standpunkte nur schwer aushalten können, denn um nichts anderes handelt es sich hier: Um eine von Ihrem Standpunkt abweichende Meinung! Diese reflexartig mit dem Schlagwort “fake news” zu belegen macht mich ein bisschen sprachlos. “You are fake news!” Wollen Sie sich wirklich selbst in dieselbe Ecke stellen wie Onkel Trump?

      Gegen Ende fragen Sie, was das denn alles mit dem Kirschblütenfest zu tun habe und antworten selbst, gemeinsamer Nenner von Frankenbadfreunde und Kirschblütenfest sei das “Duo Infernale” Frau Kinzel und Herr Ulke. Sie agiere aus reiner Eitelkeit, er aus Profitgier. Starker Tobak, wie ich finde, und die erneute Frage nach der von Ihnen befürworteten sachlichen Auseinandersetzung spare ich mir an der Stelle.

      zu den Fakten:
      1.) Meines Wissens wurde das Kirschblütenfest vor einigen Jahren von der Altstadtinitiative Bonn (AiB) ins Leben gerufen, um die ansässige Gastronomie und den lokalen Einzelhandel besser zu positionieren. Das ist ganz klar ein kommerzieller Hintergrund, was aber gar nicht schlimm ist, denn wir alle müssen unsere Brötchen verdienen. Ich erwähne das auch nur, weil an anderer Stelle die vermeintliche Kommerzialisierung des Festes beschrien wird, als würde dadurch das Abendland endgültig untergehen.

      Zwischenfrage: Gehören nicht auch Sie der AiB an und sind als Einzelhändler in der Altstadt tätig? Mit kommerziellen Interessen?

      2.) Mit zunehmender Beliebtheit des Kirschblütenfests wurde die Organisation desselben von der AiB u.a. an Herrn Ulke übertragen, der als Eventmanager in der Bonner Altstadt wohnt und arbeitet, ganz im Sinne der AiB. Es ist ihm, glaube ich, nicht anzulasten, dass er für seine Tätigkeit auch eine Rechnung stellt. Insofern will er natürlich am Kirschblütenfest verdienen. So wie der Bratwurstverkäufer auch. Oder der Café-Roller. Oder der Kiosk um die Ecke. Oder, oder, oder… Daraus aber ohne Belege und völlig unsachlich eine “Geld- und Profilierungssucht” abzuleiten und finstere Pläne zu vermuten, das sei der wahre Grund, warum Herr Ulke und die Frankenbadfreunde gegen die Schwimmnutzung sind, halte ich für sehr gewagt.

      3.) Wenn ich das der Presse richtig entnommen habe, hat sich die Debatte ums Kirschblütenfest im November 2016 an der Frage entzündet, ob das Fest auf zwei Tage ausgedehnt werden soll. Das hatte die Verwaltung der Stadt Bonn in ihrem Marktverzeichnis für 2017 vorgeschlagen. Weil Herr Ulke wusste, dass er zwei Tage nicht wird alleine stemmen können, fragte er bei Herrn Harder um Unterstützung an. Daran kann ich nichts verwerfliches erkennen, im Gegenteil, ich persönlich schätze es sehr, wenn ein Dienstleister seine Grenzen kennt und mir nicht hinterher erzählt, warum alles schief gelaufen ist.
      – Verwaltung schlägt zwei Tage vor
      – Ulke erkennt, das schafft er nicht alleine
      – Ulke fragt Harder an
      – Vorschlag Ausdehnung auf zwei Tage wird abgelehnt
      – Es bleibt wie gehabt bei einem Tag und Harder ist wieder raus
      – Ende dieser im Kern recht banalen Geschichte

      Woran machen Sie denn jetzt genau die Geld- und Profilierungssucht Ulkes fest? Der Mann hat einfach seinen Job gemacht, wofür er beauftragt wurde. In meinen Augen wurde hier aus der Mücke ein Elefant gemacht und leicht überreagiert wegen der vermeintlichen Kommerzialisierung des Kirschblütenfestes. Als hätte Herr Ulke Cherry Coke als Sponsor gewinnen und das Frankenbad an Starbucks und McDonalds gleichzeitig verpachten wollen inkl. Dauerpartybeschallung à la Ballermann und fetten Provisionen für sich selbst. Ein rein kommerzfreies Fest mit freiem Kaffee und Kuchen, Bier und Limo für alle war es nie! Klar, man kann den Darbietungen auf der Bühne lauschen, ohne etwas zu konsumieren. Was absolut zu begrüßen ist! Täten das aber alle, wäre das Kirschblütenfest schnell tot. Auch Kultur kostet leider Geld in unserer Marktwirtschaft. So sind nun mal die Realitäten.

      4.) In meiner Wahrnehmung tut Frau Kinzel viel Gutes, sozial wie kulturell, im Mackeviertel. Sie bietet kulturelle Führungen durchs Mackeviertel an, sie setzt sich fürs SenTaBlu, also Senioren, ein, sie hilft vielen Bedürftigen usw. Wie kommen Sie darauf, daraus ein Expansionsstreben genährt aus grenzenloser Eitelkeit zu unterstellen, garniert mit dem zynisch gemeinten Titel “Grande Dame”? Oder sind Sie wirklich so zynisch, um Ehrenamt, also Altruismus, als besonders perfide Form des Egoismus zu sehen? Wo sind IHRE konkreten ehrenamtlichen Verdienste? Ganz ehrlich gemeint die Frage, da ich es nicht weiß! Ich bin gespannt…. Zwischenfakt: Frankenbad und -platz bis hin zum Alten Friedhof gehören im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung zum Mackeviertel und nicht zur Nord- bzw. Altstadt. Ich nehme an, als Stadtverordneter weiß man das. Alleine deswegen passt die Unterstellung eines Expansionsstrebens kaum.

      Ich freue mich auf sachliche Ergänzung und ggf. Korrektur der genannten Fakten und die Beantwortung der Fragen.

      Apropos Fragen! Letzte Frage: Was hielten Sie von einer Beschreibung Ihrer beruflichen Tätigkeit wie folgt:
      “Herr Repschläger kennt die eher alternativ und politisch links ausgerichtete Gesinnung der Bewohner der Bonner Altstadt genau und weiß diese geschickt für seine eigenen kommerziellen Zwecke und persönliche Bereicherung zu nutzen. Selber gar nicht Bewohner der Altstadt und von außerhalb(!) kommend, handelt er mitten im Herzen der Altstadt mit allgemeinem Kulturgut und Bildung, sprich Büchern, die in einer idealen Gesellschaft wohl jedem kostenlos zur Verfügung stehen sollten, oder etwa nicht? Aber nein, unermüdlich Strippen ziehend schlägt Herr Repschläger der Einzelunternehmer daraus Kapital, gibt sich aber selbst durch seine Parteizugehörigkeit einen linken Anstrich, um seine Geldsucht möglichst unverdächtig zu befriedigen.”

      Würden Sie das gutheißen? Vermutlich nicht. In diesem Duktus schreiben Sie aber über andere! Das ist nicht sachlich. Das ist nicht seriös. Das ist einem kultur(!)politischem Sprecher unwürdig. Und ich bin sicher, damit schaden sie über kurz oder lang auch Ihrer eigenen Partei. Schade!

      Zum Schluss ein Zitat meiner Oma mit schönen Grüßen von Herrn Kant:
      “Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg’ auch niemand andrem zu!”

      Es könnte so einfach sein…

  • In Ergänzung zu Jost, der an der Gründungsversammlung nicht teilnehmen konnte, möchte ich
    folgende Punkte ergänzen:

    Der Bürger Jürgen Repschläger hat der Vereinssatzung, die die Ziele des Vereins und die Geschäftsordnung also das Miteinander im Verein regelt, zugestimmt.
    Sonderregelungen für Stadtverordnete enthält die Satzung nicht.

    In der Gründungsversammlung wurde die Aufnahme des Ziels “Erhaltung und Förderung der
    Schwimmnutzung” in die Vereinssatzung auch mit der Stimme von Jürgen Repschläger abgelehnt.

    Ich habe in der Diskussion erklärt:
    1. Der zur Abstimmung stehende Satzungsentwurf lässt die Änderung des Vereinszwecks zu.
    2. Der vorgelegte Satzungsentwurf eröffnet die Möglichkeit einen Arbeitskreis zu gründen, der
    einen tragfähigen Vorschlag zur Aufnahme des Ziels “Erhaltung und Förderung der Schwimm-
    nutzung” erarbeiten könnte.

    Hintergrund dieser Erklärung war, und da kommt der auf dem Foto blassrote, im Hintergrund
    dargestellte SPD- Stadtverordnete und SPD- Landtagskandidat Peter Kox mit seinem mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Rat abgestimmten verantwortungslosen Vorschlag ins Spiel; Über eine Parteifreundin ließ der an einer Mitgliedschaft stark interessierte “Bürger” Peter Kox in der Gründungsversammlung vorlesen, der neu gegründete damals nur ca. 20 Mitglieder umfassende Verein möge entsprechend dem Beispiel des mehrere Tausend Mitglieder starken Fördervereins des kleinen Friesdorfer Freibades verfahren und selbst in Kooperation z.B. mit der DLRG im großen Hallenbad Frankenbad Schwimmkurse anbieten.
    Dieser Vorschlag wurde auch mit der Stimme des engagierten Bürgers Jürgen Repschläger abgelehnt, da die Gründungsmitglieder sich realistischerweise dazu nicht in der Lage sahen und einen finanziellen Bankrott des Vereins befürchteten, noch bevor dieser mit seiner Arbeit richtig
    gestartet wäre.

    Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Verein hat der sich seit Jahren für die Erhaltung der Schwimmnutzung im Frankenbad angeblich ehrenamtlich engagierende Bürger Jürgen Repschläger
    dem Vorstand weder einen tragfähigen mit dem Finanzamt und dem Eigentümer des Baudenkmals abgestimmten Vorschlag unterbreitet, wie der Verein die Erhaltung und Förderung der Schwimmnutzung bewältigen könnte, noch die Einrichtung eines entsprechenden Arbeitskreises beantragt.

    Der ehrenamtlich tätige Bürger Jürgen Repschläger muss sich fragen lassen, warum es ihm
    nicht wert war, seine Freizeit einzusetzen, um ein ihm angeblich so wichtiges Ziel zu erreichen.

    Stattdessen haben wir feststellen müssen, dass der Stadtverordnete der Linken die Überparteilichkeit des Vereins ignorierte und nicht abgestimmt mit dem Verein z.B. zur Übergabe der ca. 6000 Unterschriften an den Oberbürgermeister mit einem Plakat der Linken erschienen war und in seinen Pressemitteilungen als Stadtverordneter der Linken seine Vereinsmitgliedschaft bei den Frankenbadfreunden nutzte.

    Vor meiner Wahl zum Mitglied des Vorstands der Freundinnen und Freunde des Frankenbades e.V. i.Gr. habe ich unmissverständlich für alle klargestellt, dass ich nicht bereit bin, meine Freizeit für den Kampf um den Erhalt der Schwimmnutzung zu opfern. Trotz dieser Aussage bin ich auch mit der Stimme des Bürgers Jürgen Repschläger in den Vorstand gewählt worden.
    Seine o.g. Ausführungen finde ich deshalb mehr als befremdlich.

    Bonn ist die Wiege der Nachkriegsdemokratie. Liebe Stadtverordnete der Linken und der SPD, wie geht ihr nur mit diesem wertvollen Erbe um.

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